Bye Bye Asia

Donnerstag, 24.07.2014

Heute vor 25 Tagen sind wir zu unserer Reise durch Malaysia, Borneo, Thailand und Kambodscha gestartet.

Der Kreis schließt sich und wir sitzen nun wieder auf dem Flugahafen in Kuala Lumpur. Wir haben ein Asien kennengelernt, dass nicht nur überwältigende Flora und Fauna zu bieten hat. Auch die Menshen hier sind so überaus freundlich, dass man sich so willkommen und geborgen fühlt.

Wir haben nette Menschen aus aller Welt kennen gelernt. Zum Beispiel Erik aus San Francisco, der uns eingeladen hat, mit ihm in seiner Geburtsstadt New Orleans um die Häuser zu ziehen. Oder das nette holländische Ehepaar, dass die Vögel in Borneo zählt und katalogisiert und das einige von Matthias Bildern von unserer Kinabatangan-Flussfahrt gerne in einem Magazin veröffentlichen möchte.Jason unser Gastgeber auf Borneo, der sich seinen Erfolg so hart erarbeiten musste. Da war Simone die Deutsche, die seit nunmehr fast zehn Jahren in Thailand lebt und nie wieder nach Deutschland zurückkommen möchte. Und zu guter letzt das nette australische Ehepaar, dass uns "Ossis" so gerne mag und die ihr Herz,, genau wie wir, an Asien verloren haben. Ich werde die Gespräche mit den Menschen aus den unterschiedlichsten Ländern dieser Erde sehr vermissen.

Am meisten aber werde ich Asien vermissen. Es gibt keinen Platz auf dieser Welt, wo ich so zur Ruhe kommen kann, wie hier. Der Gedanke an das hektische Deutschland mit all seinem Stress und seinen Vorschriften macht mir Angst. Wie lange wohl wird es dauern, bis all die Ruhe und Ausgeglichenheit wieder dem Alltagsstress gewichen ist. Eine Woche? Zwei Tage? Eines steht für mich und auch für Matthias heute schon fest. Schon im nächsten Jahr werden wir wieder in unser kleines Paradies reisen. Bis dahin bleiben mir die Erinnerungen an all die schönen Erlebnisse auf diesem wundervollen Kontinet.

Bye, bye Asia and see you soon.

 

Quirliges Siem Reap

Mittwoch, 23.07.2014

Heute an unserem letzten Tag in Siem Reap wollen wir noch einmal in die Stadt und ein paar Souvenirs erstehen.

Beim Frühstück unterhalten wir uns mit einer älteren australischen Dame, die wie wir, ihr Herz an Asien verloren hat. Sie bringt es auf den Punkt, wenn sie sagt, dass alles so unkompliziert hier ist. Keinen interessiert es hier, ob Du perfekt gestylt bist. Keinen interessiert es, ob Du viel Geld hast oder nicht und wenn Du viel Geld hast, dann freut sich Dein Gegenüber für Dich. Ich erwidere, dass ich denke, das das Geld und der Überfluss an Allem uns in der westlichen Welt verdorben hat und sie stimmt mir zu.

Sie erzählt mir, dass Sie einen guten Freund in Ostdeutschland hat und dass sie findet, dass die Ostdeutschen irgentwie netter sind, als die Westdeutschen. Sie kann sich das nicht erklären. Ich lächle und erzähle ihr, dass auch wir aus Ostdeutschland sind und ich keine Ahnung habe, warum viele Menschen das so empfinden. Ich verschweige natürlich, dass ich genauso denke Dann ist aber genug Konversation geführt und die Dame begibt sich mit ihrem Mann auf einen Ausflug und wir starten in die Stadt.

Als erstes wollen wir auf Souvenirjagd gehen und entdecken dabei unzählige Kunsthandwerksläden, in denen die schönsten Figuren und Wanbilder hergestellt werden. Wenn doch bloß die Freigepäckgrenzen nicht wären, denke ich. Was könnt man hier für Kunstwerke kaufen. Wir begnügen uns mit einer kleinen Wandfigur und einem schönen Bild und schlendern weiter über den Markt auf dem es ein Überangebot an Sandalen und Kleidung gibt. Die Preise liegen zwischen zwei und fünf Dollar. Ein Paradies für Schnäppchenjäger. Auf dem Markt, kann man sich auch verwöhnen lassen. Es gibt eine Friseurstrasse, mehrere Massagestrassen,hier liegen die Preise bei 3 Dollar für eine halbe Stunde Massage, und eine Straße, in der tüchtig genäht wird. Innerhalb von 3 Stunden kann man seine Kleidung für 0,75 Cent pro Kilo reinigen lassen. Sowas geht nur in Asien.

Ich sehe viele Reiseunternehmen, die Bustouren ins benachbarte Laos und Vietnam anbieten und ärgere mich, dass wir nicht mehr Zeit haben.

In den Strassen sieht man sehr viele Opfer der Landminen.Die Landminen wurdem während des Krieges im Grenzgebiet zu Vietnam ausgelegt. Die Menschen haben nur noch verstümmelte Gliedmaßen und versuchen mit dem Verkauf von kleinen Souvenirs ein paar Dollar zu verdienen. Am liebsten würde ich bei jedem dieser Männer etwas kaufen, aber wie sagen wir immer"Man kann nicht die ganze Welt retten". Wie gerne würde ich das können.

In einem hübschen Cafe, in dem übrigens schon Angelina Jolie, die in Angkor Wat Teile des Filmes Tomb Raider gedreht hat, zu Gast war, genießen wir einen köstlichen Kaffee und beobachten das bunte Treiben. Nun sitzen wir entspannt auf unserer Terasse und genießen unseren Tee.

Wundervolles Kambodscha auch Dich werde ich sehr vermissen!!!

 

We are in "Haven"

Dienstag, 22.07.2014

Auf der Suche nach einem guten Restaurant in Siem Reap bin ich auf ein lobenswertes und interessantes Projekt gestoßen.

Während einer Weltreise verliebte sich ein schweizer Ehepaar so in Kambodscha und deren Menschen, dass sie beschlossen, für immer hier zu bleiben.

Sie hörten viel über die unzähligen Waisen, die während des Krieges ihre Väter verloren hatten und deren Familien völlig mittellos waren, da die Witwen durch die Regierung nicht unterstützt wurden.

Um einigen dieser Kinder eine Zukunft zu ermöglichen, errichteten sie ein "Trainingsrestaurant". Hier erhalten die Jugendlichen eine einjährige Ausbildung zum Koch oder zur Servicekraft. Sie wohnen in einer Art Internat, welches völlig kostenlos ist, sie erhalten eine Krankenversicherung und eine Bezahlung. Nach ihrer einjährigen Ausbildung kümmert sich das Schweizer Ehepaar darum, dass die Jugendlichen einen Job erhalten. Was kann es Besseres im Hotel- und Gaststättengewerbe geben als eine schweizer Referenz, denke ich.

Ich bin sehr beeindruckt von diesem Engagemant und reserviere 3 Tage im Voraus einen Tisch in diesem Restaurant. Wie mir Jeff, unser Gastgeber, im Gästehaus später erzählt, ist eine Reservierung absolut notwendig, da das Restaurant immer bis auf den letzten Platz besetzt ist.

Das Restaurant befindet sich in einer ruhigen Seitenstrasse, weit ab vom Trubel der Pubstreet. Es ist wundervoll romantisch eingerichtet. Zur Küche hin gibt es ein großes Fenster, durch das man den Köche bei der Arbeit zusehen kann.

Unsere Kellnerin bringt uns etwas scheu die Speisekarte und fragt sehr leise nach unserem Getränkewunsch. Ich finde das Mädchen so symphatisch.

Die Speisekarte hat typische Khmer Küche aber auch internationale Gerichte zu bieten. Wir entscheiden uns für landestypische Küche und was wir hier erhalten ist schlicht und einfach das beste Essen, was wir auf unserer Reise zu uns genommen haben. Matthias mag sein Bier gar nicht weiter trinken, weil er den Geshmack nicht verfälschen will. Das war eine Geschmacksexplosion ohne Gleichen. Fantastisch. Das Essen kostet hier nur 5 Dollar. Wir überlegen, wann wir je so gut und überaus günstig in Europa gegessen haben. Eigentlich nie.

Natürlich geben wir unserer schüchternen Bedienung ein großes Trinkgeld, dass sie lächelnd in Empfang nimmt. Sie wird ihren Weg gehen, da bin ich mir sicher.

Wir bedanken uns beim Schweizer Gastgebeber und wünshen ihm alles Gute für die Zukunft.

Wir sind sicher, dass die Schützlinge des Haven ihren Weg gehen werden.

 

Angkor Wat

Dienstag, 22.07.2014

Anfang der neunziger Jahre sahen Matthias und ich im Fernsehen eine Reportage über einen faszinierenden Tempel in Kambodscha, der als das achte Weltwunder bezeichnet wurde, Angkor Wat. Von diesem Tag an waren wir fest entschlossen, einmal in unserem Leben diese Tempelanlage zu besichtigen.

Nun nach 20 Jahren stehen wir vor dem Tempel Angkor und können nur staunen.Was für ein imposantes Bauwerk. Wir haben schon viele beeindruckende Tempelanlagen gesehen, aber diese Anlage stellt alles bisher Gesehene in den Schatten.

Gestern begann unsere Tour mit den etwas kleineren Tempeln und heute nun sehen wir die imposantesten und schönsten Tempel der Stadt Angkor Wat.

Die Tempelstadt Angkor Wat ist mit einer Gesamtfläche von sage und schreibe 200 Quadratkilometern die Größte der Welt. Ab dem 8. Jahrhundert wurden hier riesige Tempel errichtet. Es wurden Kanäle und Seen gebaut, wodurch das Regenwasser gestaut werden konnte und somit die Voraussetzungen geschaffen wurden, dass dreimal im Jahr Reis geerntet werden konnte. Durch den Handel mit Reis und zahlreiche Kriege wurden die Khmer unermeßlich reich und zur Blütezeit des Khmer-Reiches lebten alleine in Areal des Tempels von Angkor ca. eine Million Menschen.

Diese Hochkultur verschwand fast vollständig im 14. und 15.Jh. und die Tempel gerieten in Vergessenheit. Der Dschungel überwucherte sämtliche Anlagen und erst 1860 entdeckte der Franzose Henri Mouhot die Tempel. Er hörte Erzählungen von portugiesischen Seefahren und Handelsleuten über Tempel im Dschungel und begab sich auf die Suche danach. Es dauerte fast 100 Jahre, bis die Anlage vom Dschungel befreit wurde. Die Tempel waren stark beschädigt und wurden in den späten Achtzigern nochmals durch den Krieg gegen Vietnam in Mitleidenschaft gezogen.

Ich sehe die Tempel und kann nur staunen. Im Tempel Ta Prom kann man noch erahnen, wie der Dschungel die Tempel überwuchert hat. Riesige Wurzeln umschlingen die Steine, einige Bäume wachsen auf den Gebäuden. Es ist schlichtweg atemberaubend. In diesem Tempel könnte eine nahezu mystische Atmosphäre herschen. Wären da nicht die grölenden Chinesen und Vietnamesen, die scheinbar nicht die beste Kinderstube genoßen haben und keinen Respekt vor der Heiligkeit dieser Tempel haben.

Wenn wir dachten, dass es spektakulärer nicht geht ,sehen wir uns eines Besseren belehrt, als wir dann vor dem großen Tempel von Angkor stehen. Diese Anlage gilt als Meisterstück der Architektur und zeugt von der hohen künsterlischen Leistung in der damaligen Zeit. An den Wänden sehen wir filigrane Reliefs, die die unterschiedlischsten Situationen der Könige oder Szenen aus dem Ramayana, einem großen hinduistischen Epos , darstellen. Wir sind so fasziniert, dass wir unserem Guide kaum noch zuhören. Wir fragen uns, was müssen das für Künstler und Baumeister gewesen sein, die so etwas erschaffen haben. Die Natur bildet den optimalen Rahmen für dieses Kunstwerk. Alle Tempel sind umgeben von üppiger Vegetation. Mindblowing!!!

Wir hoffen, dass die Restauration der Tempel weiter zügig voran schreitet. Expertenteams aus Deutschland, Frankreich, China, Japan und der Tschechoslowakei sind an diesem Projekt beteiligt. Ob die Tempelanlagen jemals vollständig restauriert werden, bleibt abzuwarten. Zu mächtig ist zuweilen die Kraft der Natur, die sich Stück Stück ihr Territorium zurück erobert.

Ich wollt so viel mehr über diesen Tempelkomplex schreiben, aber mir fehlen schlichtweg die Worte, die Dimensionen der Anlage und deren Schönheit zu beschreiben. Man muss das mit eigenen Augen gesehen haben. Mir brummt der Schädel von soviel "Input" und es wird noch Wochen dauern, bis ich all das verarbeitet habe.

 

 

Siem Reap

Sonntag, 20.07.2014

Nach nur einer Stunde Flug landen wir auf dem hübschen kleinen Flughafen in Siem Reap.

Nun heißt es ,die Formalitäten erledigen. Was bei uns ein bis zwei Beamte erledigen, machen hier sage und schreibe 12 Beamte. Die ersten zwei Beamten kassieren die Einreisegebühr und nehmen den Pass in Empfang. Dann ist jeweils eine Person damit beschäftigt, verschiedenfarbige Stempel in den Pass zu drücken, eine Person trägt auf dem Visum das Datum ein, eine Person unterschreibt, eine gibt die Pässe aus und eine kontrolliert dann, ob das Visum auch richtig eingeklebt ist. Das nenne ich eine echte Arbeitsbeschaffungsmaßnahme. Die mir aus Thailand und Malaysia so lieb gewonnene Freundlichkeit vermisse ich bei den Beamten hier in Kambodscha. Aber vielleicht muss das bei einem Beamten mit der enormen Wichtigkeit so sein.

Unser Fahrer steht schon am Ausgang und bringt uns in unser hübsches Gästehaus. Es ist sehr geschmackvoll dekoriert, das Zimmer ist sehr gemütlich und eine Karte mit einer handgeschriebenen Begrüßung liegt auf dem Bett. Sogar ein kleines Frühstück erhalten wir noch. Also, wie überall in Asien, ist auch hier der Servie überaus aufmerksam.

Eigentlich sind wir ziemlich geschafft, aber ein kleiner Bummel durch das Städtchen muss sein.

Wir haben ein verschlafenes kleines Städtchen erwartet, aber was wir zu sehen bekommen, haut uns um. Ein buntes Treiben von Menschen aller Nationalitäten. Überall gibt es Bars, in denen man für 2 US Dollar die leckersten Cocktails bekommt, unzählige Restaurants und Märkte. Die Tuk Tuks sinds allgegenwärtig und die Roller natürlich auch. Ich habe so das Gefühl, dass das Verhältnis Menschen, Roller eins zu eins ist.

Auf der Strasse stehen überall Stände, an denen man sich frischen Fisch aussuchen kann, der dann sofort vor Ort gegrillt wird. Es gibt Schlange am Spieß. Für einen Dollar erhält man an den Ständen frisch gepresste Säfte mit oder ohne Joghurt. In den Markthallen liegen die frischen Meeresfrüchte gleich neben den T-Shirts. Thats Asia!!!

Wir tauchen in das Gewimmel ein und lassen uns eine Zeit lang treiben. Dann macht sich unser Magen lautstark bemerkbar und in einem indischen Restaurant direkt an der Strasse genießen wir ein lekeres Curry und eine Mango-Lassi.

Morgen dann geht es auf zu unserer Tour durch eine der größten Tempelanlagen der Welt.

Angkor Wat wir kommen!

 

 

 

Kòbkùn Kà Thailand

Sonntag, 20.07.2014

Auch die schönste Zeit geht einmal zu Ende. Heute müssen wir uns schweren Herzens von Thailand verabschieden. Der Abschied fällt uns beiden sehr schwer, weil wir uns in dieses Land mit seinen stets lachenden und freundlichen Menschen und mit seinen atemberaubenden Naturschönheiten verliebt haben.

Morgens um vier werden wir von unserem Fahrer abgeholt und sogar unsere kleine Freundin die Hündin, die jeden Abend auf unserer Terasse geschlafen hat, steht bereit, als wenn auch sie uns verabschieden möchte. Ein letzter Streichler, ein letzter Blick auf die wunderschöne Hotelanlage, schnell ein Tränchen verdrückt und dann geht es ab ins Auto und zum Flughafen.

Ich werde Thailand und seine netten Menschen sehr, sehr vermissen.

Nun steht die letzte Etappe unserer Reise an. Es geht nach Siem Reap in Kambodscha.

 

Himmel und Hölle

Sonntag, 20.07.2014

Wat Tham Tapan

Wenn man auf dem Weg in die Phang Nga Bucht durch Phang Nga fährt, sieht man an der Strassenseite eine Figur, mit langem Bart und Tigerfell, die in eine Richtung zeigt. Sie weist den Weg in den krassesten Tempel, den ich bislang gesehen habe.

Der Tempel heißt Wat Tham Tapan, was übersetzt Himmel und Hölle heißt.

Normalerweise wird in buddhistischen Tempeln Buddha verehrt und es ist ein Ort der Meditation.

In diesem Tempel wird dargestellt, was einen Buddhisten erwartet, wenn er nicht nach den "Geboten" Buddhas handelt. Im Buddhismus glaubt man, dass jeder bekommt, was er verdient. Das nennt man Karma.Hat Jemand ein schlechtes oder negatives Karma, muss dieses Karma in ein positives umgewandelt werden, um wiedergeboren werden zu können.

Der Buddhismus hat 16 Formen der Hölle für das negative Karma. Diese Formen werden Naraka genannt. In Naraka bleibt man nicht für ewig. Nur so lange, bis das negative Karma in positives umgewandelt wird und man in den Himmel aufsteigen kann. Dies dauert so lange bis ein Faß mit Sesam ausgeleert ist. Hierzu darf man pro hundert Jahre nur ein Korn aus dem Faß entfernen.

Wat Tham Tapan Tempel wird Naraka auf extrem Weise gezeigt. Es wurden Figuren aus Zement gefertigt und die verschiedenen Torturen dargestellt.

Wenn man nicht weiß, worum es hier geht, denkt man, dass man in einer Geisterbahn ist. Es ist schon ziemlich gruselig anzusehen und definitiv nichts für kleine Kinder. Wenn ich Buddhist wäre, würde ich mir aber dreimal überlegen, was ich mache, um ja mein positives Karma zu behalten.

Nach dieser gruseligen Etappe, kann man dann auf einer steilen Treppe nach oben steigen und dort ist man im "Himmel" und wird mit einem tollen Ausblick belohnt. "Man" sind in diesem Fall natürlich die Touristen.

Unten angekommen wartet dann ein Drache, durch dessen Maul muss man hindurch. Am Ende ist dann die Hölle dargestellt, die man nicht wieder verlassen kann, weil man Todsünden begangen hat . Todsünden sind im Buddismus zum Beispiel Abtreibung, Korruption ( Thailand steht weltweit auf Platz vier der Korruptionsliste, also muss die Hölle ganz schön voll sein), Diebstahl, Tierquälerei, Verbrechen gegen die Eltern.

Es wird Gericht gehalten und dann wird die Strafe vollstreckt. Alles ist hier figürlich dargestellt und irgentwie ganz schön krass. Kein Ort, an dem man verweilen und meditieren möchte, denke ich so bei mir.

Gott sei dank gibt es aber auch noch einen Raum mit einem Happy Big Buddha, der alle deine Sorgen aufißt, immer dicker wird und  immer lächelt. Solch einen Buddha könnte ich zu Hause auch gut gebrauchen.

 

 

Auf zum James Bond Felsen

Samstag, 19.07.2014

Heute steht ein Ausflug an, auf den wir uns schon seit Beginn unserer Reise freuen.

Wir fahren in die Phang Nga Bay. Jeder James Bond Fan kennt diese Bucht, oder zumindestens einen Felsen darin. Im Film "Der Mann mit dem goldenen Colt" spielt dieser Felsen und die kleine Insel darum eine kleine "Nebenrolle" und seit Ausstrahlung dieses Filmes strömen täglich bis zu 20000 Besucher zum James Bond Felsen. Uns geht es nicht so um den Felsen sondern um die Bucht, die mit 401 Quadratkilometern Fläche die kleine Schwester der weltberühmten Halong-Bay in Nordvietnam ist. Die Phang Nga Bucht mit ihren bizarren Kalksteinfelsen und smaragdgrüner See ist durch Wind, Wetter, Meeresströmungen und Erdverschiebungen in den letzten 100 Millionen Jahren entstanden.

Der erste Blick am Morgen geht gen Himmel, denn am Tag zuvor hat es mal wieder kräftig geschüttet. Aber Petrus meint es sehr gut mit uns. Wir sehen blauen Himmel. Juchu!!!!

Mit Mogli Tours fahren wir nach Phang Nga, der Hauptstadt der gleichnamigen Provinz. Schon auf dem Weg zur Bucht können wir die gewaltigen Kalkfelsen sehen und die Vorfreude steigt.

Am Pier angekommen steigen wir in ein Longtailboot, einem typisch thailändischen Fischerboot um und ab geht es zunächst in die Mangroven der Bucht. Es ist himmlisch ruhig hier, naja mal abgesehen vom Knattern unseres Fischerbootes. Es ist gerade Ebbe und so sehen wir die Mangroven und die Bewohner der Wälder. Dieser Mangrovenwald hat irgentwie was Gespentisches, finde ich. Aber er ist voller Leben. Wir sehen Affen, Warane und die verschiedensten Vögel. Ich bin schon sooo gespannt auf die Bucht, so das ich das mehr am Rande warnehme.

Dann ist es endlich so weit, wir verlassen die Mangroven und da liegt sie vor uns. Uns entfährt nur ein "Wow". Der absolute Traum. Überall ragen die Kalkfelsen aus den Meer. Alle sind üppig bewachsen. Ein Kulisse wie im Märchen.

Wir machen eine Paddeltour, leider wieder nicht alleine sondern mit Paddler und können ganz nah an die Felsen heran. Hier sieht man wie das Meer die Felsen bearbeitet. Überall sind unter den Felsen Höhlen entstanden. Durch eine dieser Höhlen können wir hindurch paddeln, weil Ebbe ist. Von der Decke der Höhle hängen die bizarr geformten Stalaktiten. Es ist unglaublich, was die Natur so zustande bringt.

Leider dauert die Tour mit dem Kanu nur eine halbe Stunde. Schon jetzt reift unser Entschluss, hier in jedem Fall nochmal herzufahren und vielleicht selbst durch dieses Märchen aus Stein zu paddeln.

Nun steht das "Highlight" an, die Fahrt zum James Bond Felsen. Wir halten nach einem gewaltigen Felsen Ausschau, aber siehe da, der kleinste Felsen von allen ist der Fels, weshalb die Touristen in Scharen kommen. Ich denke so" der sieht im Film aber größer aus" und bin von der Kulisse hinter der James Bond Insel viel mehr fasziniert.

Der James Bond Felsen (Khao Ta-Pu) ist ca. 20m hoch und droht aufgrund der enormen Kräfte im Wasser und dem damit verbundenen Abrieb zu kippen. Das wäre eine Tragödie für Thailand und alle 007 Fans denke ich und widme mich wieder der Kulisse hinter der James Bond Insel.

Der liebe Gott muss die Phang Nga Bucht gesehen haben, als er das Paradies erschuf, denke ich bei mir. Ich bin überwältigt und könnte Tage hier verbringen.
In der Phang Nga Bucht liegt ein Dorf welches über dem Wasser gebaut ist. Wir besuchen das kleine Dorf, welches schöne Süsswasserperlen, Holzschnitzereien, Kleidung und leckere Köstlichkeiten der thailändischen Küche anbietet . Aber in Gedanken bin ich immer noch bei dieser traumhaft schönen Bucht.

Leider geht unser Besuch hier viel zu schnell vorbei, aber Simone unser Guide hat noch zwei weitere Leckerbissen für uns im Petto. Es geht in den Wat Thamtapan. Dieser Tempel ist so skuril, dass ich ihm eine extra Seite in meinem Tagebuch widmen möchte.

Zum Schluss fahren wir noch in einen kleinen Nationalpark in der Nähe von Phang Nga. Der Park hat unzählige Wasserfälle und es macht Spaß, hier herum zu spazieren.Mogli unser Naturguide beweist wieder, was er für ein gutes Gespür hat. Er zeigt uns Flugechsen, giftige Raupen, Hornschmetterlinge und eine gehörnte Spinne . Zum Schluss lassen Matthias und ich uns von lustigen kleinen Putzerfischen im Bach die Füsse putzen.

Was für ein gelungener Tag. Was hat Thailand doch für atemberaubende Natur zu bieten, denken wir am Abend im Restaurant am Strand.

 

 

 

 

Die Geschichte vom Reis

Donnerstag, 17.07.2014

Reis ist das Nahrungsmittel Nummer eins in Thailand. Es ist überaus schwierig ihn anzubauen und die Ernte ist sehr sehr mühsehlig.

In einem Buch mit Sagen aus Thailand habe ich eine Sage gefunden, die erklärt warum die Ernte so mühseelig ist ;-)

Früher war der Reis viel größer als heute. Wenn ein Reisbauer nur ein Reiskorn gegessen hatte, war er satt. Aber das Beste war, dass er den Reis nicht zu ernten brauchte. Wenn er reif war, fiel er von selbst von den Halmen. Der Reis rollte dann sogleich in die Reisspeicher.

In einem Jahr sagte eine Witwe zu ihrer Tochter" Unsere Speicher sind zu klein für die Reisernte. Lass uns die alten Speicher abreißen und einen Größeren bauen."

Als die alten Speicher abgerissen waren und der neue Speicher noch nicht fertig war, wurde der Reis auf den Feldern zur Ernte reif. Die Witwe und ihre Tochter bauten in großer Eile an dem Speicher, aber siehe da, der Reis kam schon angerollt und wollte in den Speicher laufen.

Da wurde die Witwe sehr ärgerlich, schlug auf das große Reiskorn ein und schrie" Konntest Du nicht du nicht auf dem Feld warten, bis unsere Speicher fertig sind?"

Das Reiskorn brach durch den Schlag in tausend Stücke und sprach" Von jetzt an werden wir auf den Feldern warten, bis Ihr uns haben wollt"

Und so geschah es das von diesem Tage das Reiskorn klein ist und die Reisbauern es in gebückter Haltung von den Feldern ernten müssen.

 

Ich koche thailändisch

Donnerstag, 17.07.2014

Heute hat sich unser Begleiter in Thailand wieder eingestellt. Es regnet. Ja das sind die Tücken der Regenzeit.

Aber das macht nichts, denn heute nehme ich an einem Thai-Kochkurs teil.

Die thailändische Küche gilt als eine der besten und gesündesten der Welt. Es werden stets nur frische Zutaten verwendet und schonend gegart, so dass sämtliche Vitamine erhalten bleiben. Dazu kochen die Thais ausschließlich mit Gas und benutzen einen Wok.

Grundlage eines Thai-Gerichtes sind die verschiedenen Currypasten, die es je nach Schärfe-Geschmack in gelb,rot und grün gibt. Dabei ist die grüne Paste die schärfste. Die Currypaste ist ein Gemisch aus verschiedenen Gewürzen und natürlich Chillis. Weiterhin ist wichtiger Bestandteil eines Gerichts die Fischsoße und natürlich die Kokussmilch. Hierbei ist nicht der Saft der Kokusnuss gemeint. Die Kokosmilch wird aus dem Fleisch der Kokusnuss und etwas Wasser hergestellt.

Natürlich ist auch der Reis ein fester Bestandteil der thailändischen Küche und viel frisches Gemüse, Hühnchen- und Schweinefleisch und Fisch und Meeresfrüchte, die im übrigen auf den Märkten in Thailand nur fangfrisch verkauft werden dürfen. Fisch, der älter als einen Tag ist, wird zu Fischsoße verarbeitet.

So nun also ab in unser Hotelrestaurant zum Kochen. Naja kochen kann man das nicht nennen, wir machen einen Salat. Der Name ist Som Tam Thai. Es ist eine der absoluten Lieblingsessen der Thai.

Der Salat besteht aus grüner (unreifer) Papaya und Karotten. Für das Dressing benötigt man ein bis zwei Chillis ( eine ist mehr als genug), zwei Koblauchzehen, je zwei Teelöffel Limettensaft, Palmzucker und Fischsoße und dazu gibt man Erdnüsse und getrocknete Schrimps, sowie ein paar grüne Bohnen und kleine Tomatenstücke. Alles wird im Mörser zerstampft und dann gibt man die Papaya und die Karotten dazu und fertig ist ein super leckerer Salat. War ganz einfach herzustellen und hat großen Spass gemacht. Der Koch fand meinen Salat auch lecker. Ich bin mir ziemlich sicher, dass er ihm nicht scharf genug war.

Jetzt sitze ich auf unserer Terasse und vertreibe mir mit Lesen die Zeit und heute Abend geht es dann in die Stadt zur Massage und zum Essen und vielleicht werde ich mir als Vorspeise einen Som Tam Thai bestellen.

 

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